Lachsangeln in Norwegen

Das Lachsangeln in Norwegen gehört zweifellos zu den aufregendsten Angelerlebnissen eines jeden Anglers. Einen edlen Lachs zu fangen hat gefühlsmäßig einen ganz anderen Stellenwert als den zehnten Dorsch des Tages zu fangen. Doch was ist eigentlich das Besondere am Lachsangeln?

Das Angeln auf Lachse erfordert eine ganz eigene Angeltechnik. Egal ob Schleppangeln auf dem Atlantik oder das Fliegenfischen am Lachsfluss, bei beiden Varianten wird man in der Regel ausschließlich Lachse fangen. Dies geschieht aber viel viel seltener als würde man beispielsweise mit einem Paternoster vom Boot pilken, wo man sich regelmäßig über 3-5 Makrelen auf einen Schlag freuen kann. Und eben dadurch, dass Lachse so selten gefangen werden, ist die Extase dann umso größer wenn man doch mal Erfolg hat. Es ist schließlich nicht ungewöhnlich, dass man an mehreren Tagen in Folge erfolglos sein Glück am Fluss probiert hat.

Welche Vorraussetzungen und Bestimmungen gibt es für das Lachsangeln in Norwegen?
Man benötigt für das Binnenangeln auf Lachs, Meerforelle und Meersaibling eine allgemeine staatliche Angellizenz und eine Erlaubniskarte für das jeweilige Gewässer. Die staatliche Angellizenz kostet 235 NOK (~31 Euro) pro Person oder 375 NOK (~50 Euro) für eine ganze Familie mit Kind. Erhältlich ist sie vor Ort in Norwegen bei gewöhnlichen Postämtern oder aber inzwischen auch online auf der Seite http://fiskeravgift.dirnat.no/.

Regeln für das Lachsangeln:

  • Angellizenz kaufen
  • Gewässerkarte kaufen
  • Schonmaß (35cm) für anadrome Lachsfische beachten
  • Nicht mehr als einen Drillingshaken verwenden
  • Bebleite Fliegenschnüre sind nicht zulässig!
  • Nach dem Angeln die Fangkarte für statistische Zwecke ausfüllen

Wann ist Lachs-Saison?
In der Regel geht die Saison vom 1.Juni bis 31.August. Überprüfen Sie jedoch bitte die genauen Bestimmungen an Ihrem gewählten Lachsfluss bei den örtlichen Tourist-Infos, da diese Angaben vereinzelt abweichen können.

Was es kostet
Staatliche Angellizenz (Grundvorraussetzung für das Angeln in Binnengewässern):
Einzelperson: 235 NOK
Familie mit Kind: 375 NOK
Hinzu kommen Kosten für die jeweilige Gewässerkarte, die sich vor allem nach Renomee und Fangwahrscheinlichkeit richten.

Geeignete Köder:
Nicht alle Köder sind für das Angeln auf Lachse zugelassen. Es dürfen nur Würmer, Fliegen, Blinker, Spinner und Wobbler verwendet werden. Am populärsten und erfolgsversprechendsten ist sicherlich das Angeln mit der Fliege in den norwegischen Flüssen.

Wo fängt man Lachse?
Im Atlantik:
Die meisten der deutschen Angler fahren nach Norwegen an die Küste zum Meeresangeln. Das ist zwar kein klassisches Lachsangelrevier aber dennoch gibt es auch hier die Möglichkeit etwas Abwechslung in den Pilk-Alltag zu bringen und es zum Beispiel mit dem Schleppfischen auf Lachse (Lachstrolling) zu probieren. Für das Lachstrolling haben wir einen eigenen kurzen Artikel erstellt, den ihr hier nachlesen könnt (öffnet sich im neuen Fenster). Die Lachsfänge im Atlantik sind sehr selten, wenn dann aber doch mal die Rute krumm ist, ist die Freude natürlich umso größer!

In Lachsflüssen:
Die besten Chancen auf Lachse hat man zweifellos in den zahlreichen norwegischen Flüssen. Da man als deutscher Angler in den seltensten Fällen mit dem jeweiligen Gewässer vertraut ist, empfiehlt es sich grundsätzlich auf einen einheimischen Guide für die Anfangszeit zurückzugreifen. Je nach Gewässer kann man diesen entweder nutzen um sich von ihm auf einem kleinen Boot umherfahren zu lassen oder einfach nur zum Sammeln von Informationen in einem Gespräch.
Die besten Lachsflüsse in Norwegen sind: Tanavassdraget, Gaula, Orkla, Namsen, Altaelva
Eine genaue Auflistung der 90 besten Lachsflüsse nach gefangenen Lachskilos findet man auf der Seite von http://www.angeln-norwegen.no/index.php?side=NewsResultat&id=14.

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