Stationärrolle


StationärrolleDie Stationärrolle ist wohl die am meisten verkaufte Art unter den Angelrollen, was vor allem an ihrer einfachen Handhabung liegen dürfte. Sie weist ein Schnurführungsröllchen auf, das die Sehne auf der Spule befestigt. Im Drill oder beim Wurf des Köders kann über das Öffnen des entsprechenden Bügels aber auch Sehne freigesetzt werden.

Im Gegensatz zur Multirolle verfügt die Stationärrolle über weiteres Zubehör. Damit sollen Würfe über größere Distanzen ermöglicht, der Drill gesteuert oder ein Reißen der Sehne verhindert werden. So besitzt die Rolle eine Bremse, mit der der Lauf der schnurführenden Spule beeinträchtigt wird: Für kapitale Fische mit sehr viel Energie kann die Bremse nahezu geschlossen werden, wodurch der gehakte Fisch einen erheblichen Widerstand spürt, wenn er mit dem Köder flüchten möchte. Für einen beendeten Drill im Uferbereich wird die Bremse dagegen weicher eingestellt, um den Fang sicher landen zu können.

Die von der Stationärrolle zu bewältigenden Aufgaben gestalten sich vielfältig. Sie gilt als Rolle für nahezu alle Einsatzgebiete und kann durchaus auch für das Fliegenfischen, die Verwendung am Meer und die Spinnangelei zur Anwendung kommen. Es gibt keine andere Rollenform, die ein derart breites Spektrum an praktischem Nutzen aufweist. Auf dem europäischen Kontinent wird die Stationärrolle daher auch bevorzugt genutzt. Ein weiterer positiver Aspekt wohnt ihr in der abnehmbaren Spule inne: So können Reservespulen mit unterschiedlichen Sehnen bestückt werden und diese am Gewässer je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Auch hier gestalten sich die Spielarten daher vielfältig und für den Angler sehr komfortabel.

Größe, Gewicht und Qualität der Rolle sind für den Erfolg von erheblicher Wichtigkeit. So ist zunächst auf den Einsatzort sowie den Zielfisch abzustellen. Erfordert die Spinnangelei noch eine kleinere und filigrane Rolle, so darf diese bei der Jagd auf Karpfen und Wels schon einmal etwas wuchtiger ausfallen. Entscheidend ist daneben die Pflege: Das integrierte Kugellager, das Schnurführungsröllchen oder die Bremse können ihre Aufgaben nur dann reibungslos erfüllen, wenn sie bestmöglich gewartet werden und somit optimal laufen. Schon kleinste Blockaden führen dagegen nicht selten zum Riss der Schnur oder zum Ausschlitzen des Fisches. Er könnte durch eine schlecht laufende Rolle zudem verletzt werden.

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